Wir werden von alten Säcken regiert

Mitte Januar: Ein Aufschrei in den Medien: Der Landesvorstand einer sogenannten Volkspartei hat einem 72-jährigen Parteimitglied und Europaabgeordneten einen sicheren Listenplatz für die Wahl zum Europaparlament 2019 verweigert.

Je oller, je doller!

Liebe Freunde, was ist passiert? Warum diese Aufregung?
„Parteifreunde“ zeigen nicht den traditionell üblichen Respekt und verwehren einem altgedienten Parlamentarier die Absicherung eines über weitere 5 Jahre laufenden schönen Lebens in der sozialen Hängematte des Europaparlaments in Brüssel. „Honi soit, qui mal y pense!“

Zum besseren Verständnis für eine Entscheidung die medial als politischer Eklat thematisiert wurde: Der Herr ist Jahrgang 1946 und wird zum Zeitpunkt der Europawahl im Mai 2019 bereits 73 Jahre alt sein. Bei einer 5jährigen Legislaturperiode wäre der Parlamentarier also bereit, seinen Ruhestand um weitere 5 Jahre bis zu seinem 78. Lebensjahr dem Wohle des deutschen Volkes zu opfern. Wenn nicht schon vergeben, verdient dieses Engagement zumindest das Bundesverdienstkreuz, aber mindestens in der Stufe 1. Klasse.

Zur Bewertung der Entscheidung der Mitglieder des Gremiums soll nicht unerwähnt bleiben,  der Herr zerreißt sich schon seit fast 40 Jahren als Mitglied des Europaparlament an den prall gefüllten Töpfen der EU.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!

Liebe Freunde, Normalsterblichen verordnen große Teile der politischen Parteien, einvernehmlich mit Arbeitnehmerorganisationen und Sozialverbänden, ab 60 Jahren (+ max. 5 Jahren) in den „wohlverdienten“ Ruhestand zu gehen. Und Parlamentarier sind offensichtlich keine Normalsterbliche, sind das Außerirdische? Das gilt aber nicht nur für Politiker. Ausgediente Manager bringen ihre Erfahrungen als gut dotierte Aufsichtsräte zum Wohle des Unternehmens und im Regelfall auch zur Mehrung des eigenen Kapitals ein. Schaut man sich die Zusammensetzung dieser Gremien der DAX-Unternehmen an, so ist das ein Chor alter Säcke.

Das wird Euch interessieren. Zur Bewertung von Parlamentariern in Brüssel fand ich kürzlich in Facebook folgenden aufschlussreiche Definition:


                         „In Brüssel sitzen doch nur Versager,
                            alles gescheiterte Existenzen,
                            die von ihren Regierungen verjagt wurden,
                            das ist der größte Nietenverein Europas!“

Das muss ja nicht auf jeden zutreffen, aber was Wahres scheint schon dran zu sein.

Das dicke Ende kommt zuletzt.

Unsere Welt steht vor riesigen Problemen, die ohne Lösung die Zukunft von Euch und Euren Kindern maßgeblich negativ beeinflussen werden. Dazu ein paar Beispiele: Klima mit allen Varianten (vom Schutz des Lebens der Kreatur bis zur Mobilität), Industrie 4.0 (die Digitalisierung der industriellen Produktion mit allen Folgen für die Arbeitswelt), Veränderung der Zusammenarbeit der Weltgemeinschaft (weg von der Kooperation hin zur diktatorischen Zentralisation) usw., usw. Ihr könnt gern die Beine hoch legen. Das wird schon werden.

                            „Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
                              alles beim Alten zu belassen und hoffen,
                              dass etwas sich ändert.“

Diese Aussage stammt von Albert Einstein und hat nichts, aber auch gar nichts von ihrer Aussagekraft verloren.

Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken!

Liebe Freunde, das ist das aktuelle Bild unsere Welt. Das oben angeführte Beispiel ist in der Politik absolut kein Einzelfall. Im deutschen Bundestag sitzen mehr als 20% Abgeordnete, die älter als 60 Jahre sind. Und die sitzen nicht nur da, sondern diese älteren Abgeordneten, überwiegend männlichen Geschlechts, sitzen zumeist an den Entscheidungs- und Schaltstationen der deutschen Politik. Sie sind die Garanten für dynamische, stets den Herausforderungen angepasste, schnelle und garantiert umsetzbare Lösungsansätze. HI,Hi HI. Wer`s glaubt, wird selig!

Symptomatisch für das was ich aufzeige, ist der Bundesinnenminister, der sich 2018 nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Der Herr ist übrigens auch bereits 70 Jahre alt und gestaltet die deutsche Innen- und da besonders die Sicherheits- und Migrationspolitik. Toll, nicht?

Zeit Online schrieb anlässlich seines Rücktritts als Parteivorsitzender vor wenigen Tagen:

“…Ein Mann von gestern.
In der Bewertung der öffentlichen Wahrnehmung heißt es u.a….
testosterongeladen, winkelzüglerisch, selbstverliebt
und gewiss auch reaktionär.
Kurzum keiner, dem man irgendwie nachtrauern müsste ….“

Aller Anfang ist schwer!

Liebe Freunde, ich rufe Euch auf, mehr Eurer Zeit in das politische Interesse zu investieren. Offensichtlich haben unsere Schulkinder kapiert, dass ohne Engagement und Initiative sich in unserer Gesellschaft nichts ändern wird. Ich bin begeistert von der Bereitschaft der jungen Generation friedlich für Ihre Zukunft in einem lebenswerten Klima auf die Straße zu gehen. Selbst die sofortige typische Reaktion deutscher Ordnungsinstanzen mit Verweis auf Verstöße gegen Gesetze und Schulordnungen kann die jungen Menschen nicht aufhalten. Und sie haben Recht. Ich hoffe sehr, dass sie sich von der Ordnungswut unser „Grals“-Hüter nicht aufhalten lassen. Seit mehr als 10 Jahren warten wir auf brauchbare Lösungen. Außer vollmundigen Ankündigungen der Politik, die aus Parteiproporz dann nicht oder nur abgeschwächt umgesetzt werden können und schwachsinnigen Talkshows mit mehr oder wenig kompetenten Moderatorinnen, dazu vielfach mehr um Eigenprofil ringende als mit Sachkompetenz ausgestatteten Gesprächsteilnehmern passiert nicht viel.

Also ändert das System: Ende auch für Parlamentarier mit jeweils gültigen offiziellen Ruhestandsalter, längste Verweildauer in kommunalen, länder- /bundes- oder europabezogenen Parlamenten max. 2 Legislaturperioden, Frauenquote 50 % u.a.m.

Aber, ich wiederhole mich, wie schon Einstein sagte „Die reinste Form des Wahnsinns ist es,  alles beim Alten zu belassen und hoffen, dass etwas sich ändert.“:

Appell: „Ran an die Buletten!“

Ich selbst bin alt und erfahren genug, um zu sagen „…Geige spielen kann ich auch noch, aber die 1. Geigen sollen jüngere Frauen und Männer spielen!“ Also ihr! Das ist kein Rat und schon gar kein Wunsch. Es ist ein Appell an jeden Einzelnen von Euch. Das ist Eure Welt, das ist Eure Zukunft! Schaut über den großen Teich: Ein ahnungsloser, machtbesessener, mediengeiler 72 jähriger Präsident stellt sie Welt auf den Kopf und die Amerikaner sehen noch hilflos zu.

Übrigens, wenn alles gut läuft, wird dieser Präsident eine 2. Amtszeit anstreben und an deren Ende ist er dann auch 78 Jahre alt.

Liebe Freunde, es ist an Euch, Eure Zukunft zu gestalten. Beginne jetzt damit, unten als Kommentar oder auf unserer Facebookseite!
Euer Mammut.

Zeige es Deinen Freunden!

Schreibe einen Kommentar